Computertomographie - Verführt von der Macht der Bilder

Ärzte unterschätzen die Strahlenbelastung von Computertomographen - zu oft werden Patienten ohne guten Grund damit durchleuchtet.

Von Wiebke Rögener

Ärzte wissen gelegentlich nicht, was sie tun. Zumindest, wenn sie ihre Patienten zur Computertomographie (CT) überweisen, haben viele keine Vorstellung davon, mit welcher Strahlenbelastung eine solche Untersuchung verbunden ist. Daher können sie Nutzen und Risiko kaum angemessen abwägen. “Zwei von drei Kollegen, die uns Patienten zum CT schicken, halten die Strahlenbelastung für viel geringer, als sie tatsächlich ist”, sagt der Radiologe Christoph Heyer vom Klinikum der Universität Bochum.

Heyer hat rund 120 Ärzte befragt, die durchschnittlich acht Jahre Berufserfahrung hatten, selbst aber keine Röntgenfachärzte waren. Nur ein Viertel der Befragten schätzte die Strahlendosis richtig ein, die computertomographische Aufnahmen des Herzens oder CT bei Kindern bedeuten. Dass ein Tomogramm des Brustkorbs den Patienten einer etwa hundert bis tausendmal so hohen Dosis an Strahlung aussetzt wie eine konventionelle Röntgenaufnahme, wussten nur 23 Prozent der Ärzte (Fortschritte auf dem Gebiet der Röntgenstrahlen, Bd.179, S.261, 2007).

In modernen Computertomographen umkreist eine Röntgenröhre den Patienten spiralförmig und macht dabei eine Vielzahl von Aufnahmen. Aus hunderttausenden von Datenpunkten errechnet der Computer dann gestochen scharfe, auf Wunsch dreidimensionale Schnittbilder. “Man kann mit dem Computertomographen tolle Bilder machen”, sagt Heyer. “Die Verführungskraft dieser Methode ist groß.” Die Zahl der CT-Untersuchungen in Deutschland steigt von Jahr zu Jahr. “Besorgniserregender aber ist, dass auch die durchschnittliche Strahlendosis pro Aufnahme immer höher wird”, betont Heyer. Je mehr Einzelheiten ein Computertomograph abbilden könne, desto intensiver sei die Strahlung.

Werbung für CT-Aufnahmen

Private Diagnosezentren, die um zahlungskräftige Kundschaft werben, behaupten gern das Gegenteil: “Die Strahlenbelastung ist sehr gering und damit ungefährlich”, verspricht etwa die Diagnoseklinik München ihren potentiellen Kunden, wenn sie im Internet schnelle CT-Aufnahmen von Herz, Darm oder Lunge anpreist - für Menschen ohne Beschwerden, die sich durchchecken lassen wollen. “Oft wird der Eindruck erweckt, als ob moderne CT-Geräte mit weniger Strahlung arbeiten”, sagt Christoph Heyer. “Es wird herausgestellt, wie schnell die Untersuchung vorbei ist. Doch das ist irreführend. Zwar dauern die Aufnahmen nur noch wenige Sekunden, aber in dieser kurzen Zeit ist der Patient einer hohen Strahlendosis ausgesetzt.”

“Die Ergebnisse der Bochumer Studie überraschen mich nicht”, sagt Bernhard Lewerich, Geschäftsführer der Deutschen Röntgengesellschaft. “Sie bestätigen, was wir schon länger vermuten: Viele Nichtradiologen wissen nicht ausreichend, welche Strahlenexposition eine CT-Untersuchung mit sich bringt.” Dieses Problem gebe es jedoch nicht nur in Deutschland. Der Rat der europäischen Union forderte die Mitgliedsstaaten daher bereits 1997 dazu auf, Empfehlungen für die medizinische Strahlenbelastung zu erstellen.

Seit dem vergangenen Herbst gibt es in Deutschland eine von Medizinern erstellte Broschüre der Strahlenschutzkommission. “Hier findet der überweisende Arzt zu nahezu allen Indikationen aufgelistet, welche Untersuchung er am ehesten anfordern sollte”, sagt Lewerich. Dort steht auch, was unsinnig ist: Etwa eine Röntgenuntersuchung auf “degenerative Wirbelsäulenveränderungen” bei Menschen mittleren Alters. Dieser Befund sei “so ‚normal‘ wie graue Haare”, bemerken die Autoren.

Auch das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) verweist seit Jahren darauf, dass die CT erheblich zur Strahlenbelastung der Bevölkerung beiträgt. Ein Erhebung in den Jahren 1996 bis 2003 ergab, dass Röntgenuntersuchungen in Deutschland zwar seltener wurden, die Dosis an Röntgenstrahlung insgesamt aber stieg. Computertomographien machten 2003 gut sechs Prozent aller Röntgenuntersuchungen aus, waren aber für mehr als 50 Prozent der medizinischen Röntgenstrahlung verantwortlich.

Besonders problematisch ist die hochauflösende Computertomographie des Herzens. Sie kann zeigen, wo Gefäße verkalkt sind oder wo es Engpässe in den Adern gibt. Das ist bei manchen Risikopatienten sinnvoll. Aber es taugt nicht als Vorsorgeuntersuchung für Menschen, die gar keine Symptome haben. Die Fachgesellschaft American College of Cardiology Foundation bewertete kürzlich die Herz-CT bei beschwerdefreien Menschen als “unangemessene Maßnahme”, die das Risiko nicht rechtfertige.

Strahlendosis von 1000 Röntgenaufnahmen

“Es kommen dennoch immer häufiger gesunde Menschen, die eine CT-Aufnahme des Herzens als Vorsorgeuntersuchung machen lassen wollen”, berichtet Heyer. “Die Schwelle ist viel niedriger als etwa bei einer Untersuchung mit einem Herzkatheter, weil sie subjektiv nicht so belastend ist.” Doch den Patienten sei nicht bewusst, welcher Strahlenbelastung sie dabei ausgesetzt sind. “Sie ist so hoch wie bei 1000 normalen Röntgenaufnahmen. Das ist so, als ob Sie ein Jahr lang morgens, mittags und abends zum Röntgen gingen.”

Im Rahmen so genannter Gesundheitschecks wird diese Untersuchung der privat zahlenden Kundschaft dennoch gerne angedient. So hält die Diagnoseklinik München schon einen erhöhten Cholesterinspiegel für einen hinreichenden Grund für eine Herz-CT. Die “virtuelle Darmspiegelung” mittels Röntgenstrahlen bietet sie ebenso als Vorsorgeuntersuchung an wie die Lungen-CT als “Raucher-Check”.

Vor einem solchen “Screening im Wellnessbereich” warnt das BfS. “Von CT-Aufnahmen im Rahmen sogenannter Manager-Check-Ups und ähnlicher Untersuchungen ohne klaren medizinischen Anlass raten wir dringend ab”, sagt BfS-Sprecher Florian Emrich. “Die Röntgenverordnung schreibt vor, dass es für jede Röntgenaufnahme - also auch für die CT - eine Abwägung von Nutzen und Risiko geben muss. Das ist bei solchen Gesundheitchecks nicht der Fall.” Auch Heyer zweifelt, ob sich alle seine Kollegen immer streng an die Vorgabe der Röntgenverordnung halten: “Da spielen auch finanzielle Aspekte eine Rolle - so ein Gerät muss ja ausgelastet sein, um sich zu rechnen.”

Ungesunde Vorsorgeuntersuchungen

Von der CT als Reihenuntersuchung hält Heyer nichts: “Jedes Jahr ein Ganzkörper-CT, nur um mal zu gucken, ob da auch nichts ist - das ist aus strahlenhygienischer Sicht eine Katastrophe. Damit kann man viel Geld machen, aber niemand hat bisher bewiesen, dass die Patienten irgendeinen Nutzen davon haben.” So führen CT-Vorsorgeuntersuchungen der Lunge zum Beispiel nicht dazu, dass weniger Menschen an Lungenkrebs sterben (SZ, 7.3.2007).

Besonders bei Kindern müsse man genau abwägen, ob der Nutzen das Risiko der CT-Untersuchung rechtfertigt. “Es kommt vor, dass uns Patienten zum CT überwiesen werden, bei denen wir diese Untersuchung dann ablehnen”, berichtet Heyer aus dem Klinikum der Ruhr-Universität Bochum. “Wenn etwa nach einer überstandenen Lungenentzündung bloß die offensichtliche Genesung bestätigt werden soll, rechtfertigt das die Strahlenbelastung nicht.”

Ob sich seine Position durchsetzt, kann Heyer noch nicht belegen. Er beobachtet einerseits, dass das Problembewusstsein bei den Ärzten wächst. “Das zeigte sich nicht zuletzt in der hohen Bereitschaft, an unserer Studie teilzunehmen: Von 124 angeschriebenen Kollegen schickten 119 den ausgefüllten Fragebogen zurück.”

Das sei eine ganz ungewöhnlich große Beteiligung. Andererseits habe der europäischen Radiologiekongress, der Anfang März in Wien stattfand, vor allem die Suggestivkraft der schönen Bilder belegt. “Es gab Tausende von Beiträgen zu den vielen neuen technischen Möglichkeiten, aber nur verschwindend wenige zum Problem der Strahlenbelastung.”

(SZ vom 5. April 2007)

Zu viert

Wir sind übrigens seit einem Monat und vier Tagen zu viert!

iTunes tuning

Ich bin schon den ganzen Abend damit beschäftigt, meine iTunes Collection ein bisschen zu tunen: iTunes bietet ja seit der Version 7 die Möglichkeit, automatisch Album Artwork herunterzuladen und jetzt bin ich gerade dabei, die Tags meiner Songs so anzupassen, dass der automatische Download funktioniert. Aber: iTunes hat ziemlich wenig von den Ärzten, so dass ich da selber Hand anlegen muss.

Mehr schreiben

Ich denke, ich sollte mal mehr schreiben… aber die Motivation lässt zu wünschen übrig. Und die Zeit auch. Und ab Januar wird Zeit eine sehr, sehr knappe Ressource! Mal sehen, was die Zeit bringen wird.

How to Break Windows Notepad

This actually works. It will not crash your computer, it just breaks Notepad in that it causes it to display very oddly. No perm damage comes of the following steps.

Here’s how to do it:
1. Open up Notepad (not Wordpad, not Word or any other word processor)
2. Type in this sentence exactly (without quotes): “this app can break”
3. Save the file to your hard drive.
4. Close Notepad
5. Open the saved file by double clicking it.

Instead of seeing your sentence, you should see a series of squares. For whatever reason, Notepad can’t figure out what to do with that series of characters and breaks.

Don’t forget to check out the explanation for the phenomenon.

Jerks make it more interesting…

Jerks make it interesting

How to dump Windows’ piracy ’spyware’

Von hier: http://www.theinquirer.net/?article=31281

Letters Readers’ writes
By The Letterman: Thursday 27 April 2006, 09:01

Microsoft targets Windows pirates with pop-ups Man, I couldn’t believe it was Microsoft who finally got my system infested with spyware! An unkillable process? Popup windows? A prompt you have to click at logon? My GOD!!! But it’s ok. You CAN get rid of it:

There are 2 parts to this spyware popup: WGAtray.exe and wgalogon.dll. Killing the WGAtray.exe process causes it to reappear in 1 second. With it present, WGAlogon cannot be deleted. And you can’t delete it while it’s running. Seem impossible? Nah.

First, you need to have an Explorer window open and pointing to the C:\windows\system32 folder, where the spyware resides (interestingly, doing a hard drive search for “wgatray” turns up nothing- clever spyware, this is!). And you have to have Task Manager open, right beside the Explorer window. This is tricky, and must be done fast- you kill the process in Task Manager, and before the spyware can reopen itself, you must delete WGAtray.exe in the Explorer window. You only have a split second, but it is possible. Once the spyware .exe is gone, you must reboot your computer.

Yes, now you will see the spyware’s nag screen. No problem, it’s the last time. When you DO finally get to the desktop, do a search “for WGAlogon.dll” You will find 2 copies, one in system32 and one in the dllcache folder. Without the WGAtray spyware to protect them (did you notice it was gone? YAY!), you can rename and then delete both these spyware .dll’s. Your system may hang when you reboot it the first time, but when it is brought back up, THE SPYWARE IS ALL GONE.

Whew. Man, I may have to stop using Windows Update. It installs spyware!

I’m afraid of these malware writers coming after me for defeating their product, so I can’t provide my real email. But feel free to share this malware removal process with the world.

-Kevin

Microsoft piracy pop-up is persistent

From the Knowledge Base website:

“How to uninstall Windows Genuine Advantage Notifications You can use Add or Remove Programs to view Windows Genuine Advantage Notifications, but you cannot use Add or Remove Programs to remove the notifications.”

So… an unwanted programme that can not be uninstalled normally? Isn’t this considered Spyware? From Microsoft?

My head as just exploded.

Jouki

Microsoft targets Windows pirates with pop-ups

The annoying pop-up (WgaTray.exe) can easily be removed in following steps:

1. run > regedit, search and delete all references to WgaTray.exe

2. start in safemode and remove the infection by deleting the file WgaTray.exe in c:\Windows\System32, placed there by the second greediest Corporatin in the World (Intel honlds the enviable no1 spot). (B. Gates III is best known for spying on his customers.)

3. restart your computer and enjoy your fredom, dear rebel

> 4. start using linux or mac

By the way, does anyone really know what spyware MS included with its’ inferior “products” ?

Regards, Peter
Finland

Kittenwar! May The Cutest Kitten Win!

Kittenwar!

Stimmt für unseren Julius, wenn ihr ihn seht!

A soldiers letter from home

Dear Ricky,
I can no longer continue our relationship. The distance between us is just too great. I must admit that I have cheated on you twice, since you’ve been gone, and it’s not fair on either of us. I’m sorry.
Please return the picture of me that I sent to you.
Love,
Becky.

The soldier, with hurt feelings, asked his fellow soldiers for any snapshots they could spare of their girlfriends, sisters or ex-girlfriends. In addition to the picture of Becky, Ricky included all the other pictures of the pretty girls he had collected from his buddies. There were 57 photos in that envelope…. along with this note.

Dear Becky,
I’m so sorry, but I can’t quite remember who the fuck you are. Please take your picture from the pile, and send the rest back to me.
Take care,
Ricky.”

Bevölkerungszahl

Interessantes Interview in der SZ über die Abnehmende Bevölkerungszahl in Deutschland.